Wie können wir helfen?

Hallux valgus

Abweichung der Großzehe nach außen, manchmal angeboren, häufiger erworben durch einen Spreizfuß und falsches Schuhwerk. Die Veränderung der Fußstatik und das Aufspreizen der Mittelfußknochen führt über einen geänderten Sehnenzug zu einem Abweichen der Großzehe nach außen. Insbesondere entsteht Hallux valgus auch durch falsches Schuhwerk. Durch zu kurze und insbesondere im Vorfußbereich zu enge Schuhe, welche spitz zulaufen, wird die Großzehe in eine Fehlposition gedrückt.

Ebenso führen hohe Hacken zu einer vermehrten Belastung des Vorfußes und begünstigen einen Spreizfuß sowie eine Entwicklung zum Hallux valgus. Auf der Innenseite des Großzehengrundgelenkes bildet sich eine chronische Druckstelle, die Pseudo-Exostose. Diese beult sich typischerweise hervor und führt zu Beschwerden.

Bei der angeborenen Hallux valgus-Fehlstellung können im Kindesalter Nachtschienen das Wachstum noch begrenzt in die richtige Richtung lenken. Besteht beim Erwachsenen einmal eine solche Fehlstellung, ist diese nicht mehr rückläufig. Schienen oder Bandagen können die Fehlstellung nicht verändern. Deswegen werden Schienen von uns nicht empfohlen. Die ursächliche Spreizfuß-Fehlstellung kann durch Einlagen behandelt werden. Aber auch ein Spreizfuß ist irreversibel, d.h. nicht mehr rückgängig zu machen. Wichtig ist, den Hallux valgus flexibel, d.h. beweglich zu halten. Nehmen Sie Ihren Zeh in die Hand und bewegen sie ihn in die ursprüngliche, gerade Position.

Beugen und Strecken Sie in dem betreffenden Gelenk und trainieren Sie die stabilisierenden, kurzen Fußmuskeln. Hierfür gibt es spezielle Fußgymnastik, welche sich kurzer Fuß nennen. Häufig kommt es beim Hallux valgus auch zur begleitenden Hammerzehen-Fehlstellung. Durch die Fehlstellung der Großzehe, wird der Vorfuß anders belastet. Daraus resultieren häufig Beschwerden des Vorfußes, die so genannte Metatarsalgie. Kommt es zu häufigeren Beschwerden aufgrund der Pseudoexostose oder des Hallux valgus oder gibt es wiederkehrende Probleme im Schuhwerk, so kann nur noch eine Umstellungsoperation helfen.

Je nach Grad der Fehlstellung, der begleitenden Beschwerden, der Beweglichkeit des Zehs und anderer Faktoren kommen dabei verschiedenste Arten von Umstellungsoperationen zum Zuge. Die wichtigsten und am häufigsten angewendeten Verfahren sind die Chevron-Osteotomie, die Scarf-Osteotomie, TMT-Arthrodese, Akin- Osteotomie, Ludloff-Osteotomie oder Lapidus-Arthrodese.

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