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Cortison

Cortison ist ein umgangsprachlicher Begriff für ein in der Nebenniere gebildetes, körpereigenes Steroid-Hormon, welches als Medikament genutzt werden kann und Stoffwechselvorgänge beeinflusst.

Es wurde um 1935 entdeckt. Seine dämpfende Wirkung auf das Immunsystem wird in der Medizin häufig genutzt, um überschießende Reaktionen zu unterdrücken und Entzündungen zu hemmen. Dadurch ist Cortison trotz berechtigter Bedenken ein wichtiger Bestandteil der modernen Medizin.

Der Mediziner Philip Hench injizierte im Jahr 1948 erstmals einer Patientin mit schwerem Rheuma Cortison, die daraufhin schmerzfrei war. Zwei Jahre später erhielten Kendall, Reichstein und Hench gemeinsam „für ihre Entdeckungen bei den Hormonen der Nebennierenrinde, ihrer Struktur und ihrer biologischen Wirkungen“ den Nobelpreis für Medizin. Cortison besitzt eine ausgeprägte das Immunsystem unterdrückende und darüber entzündungshemmende, antiallergische Wirkung.
Der Wirkstoff wird überall dort eingesetzt, wo es gilt akute Entzündungsreaktionen zu unterdrücken. Dazu gehören unter anderem:
 Schock/anaphylaktischer Schock, schwere Verlaufsformen allergischer Reaktionen, beispielsweise nach Wespenstich, Hirnödem (Hirnschwellung), Meningitis (Gehirnhautentzündung), Transplantationen (bei Gefahr der Organabstoßung), bei schwerem Asthma, bei rheumatischen Erkrankungen, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Multipler Sklerose, Autoimmunerkrankungen und Hautkrankheiten.

Die Nebenwirkungen sind äußerst zahlreich und können bei falscher Anwendung gefährlich sein. Bei längerer Einnahme kann es zur Schädigungen am Knochenbau (Osteoporose), zu einer erhöhten Infektanfälligkeit, zur Entstehung eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) kommen. Nach Injektionen können lokale bakterielle Entzündungen und Durchblutungsstörungen, sowie Sehnenrisse entstehen. Die weiteren Nebenwirkungen können vielfältig sein, entstehen jedoch insbesondere nach längerer Anwendung wie Hautveränderungen (Striae, Akne), Vollmondgesicht, Gewichtszunahme, Magen-Darmgeschwüre, Schlafstörungen oder Augenerkrankungen. Deswegen muss Cortison wohlüberlegt unter genauen medizinischen Kriterien verabreicht werden. Viele der Nebenwirkungen treten erst nach einer längeren Behandlung oder zu hohen Dosierung auf. In begründeten Fällen kann die hervorragende entzündungsreduzierende Wirkung von Cortison jedoch genutzt werden, um entzündliche Erkrankungen fast wundersam zu heilen oder zu unterdrücken. So gehört Cortison in der Behandlung rheumatischer und orthopädischer Erkrankungen weiterhin zum Goldstandart. Gerade in der Orthopädie sollte Cortison jedoch nur in geringen Dosierungen und nicht regelmäßig eingesetzt werden.

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